Schnabelwaid im Regierungsbezirk Oberfranken war vor 1800 Amtssitz und gehörte zu Frankreich. Seit dem Pariser Vertrag 1810 gehört der Ort zu Bayern. Als ehemalige Amt des preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit (1807) an Frankreich und wurde 1810 Bayern überlassen. Schnabelwaid besaß wichtige magistratische Eigenrechte.
Der Ort hat ca. 1000 Einwohner ! Die Gemeindefläche ca. beträgt 21,28 km2;.
Durch den Ort führt die Bundesstraße 2 / 85 und er liegt an der Bahnstrecke Nürnberg - Bayreuth.
Im Ort befindet sich ein Metzgerei ein Bäcker, eine Grundschule,sowie Kindergarten. Sportplatz und evangelische und katholische Kirche.
Mögliche Deutung des Namens: Schnabelwaid = Weide der Schnabeltiere.
Wir gehören zur Verwaltungsgemeinschaft Creussen, werden jedoch von einem eigenen Gemeinderat und Bürgermeister vertreten.
siehe auch : Marktgemeinde Schnabelwaid


Die evangelische Kirche Maria-Magdalena wurde 1591 erbaut und brannte im 30-jährigen Krieg vollkommen ab. Sie wurde wieder aufgebaut, erweitert und renoviert. Die letzte Renovierung der Kirche, in der sich zwei Holzempore befinden, fanden vor 22 Jahr statt.
Gottesdienst : Sonntag 9:30 Uhr
Die Kirche kann jederzeit besichtigt werden. Pfarrer, Mesner oder Kantor sind jederzeit bereit die Kirche aufzuschließen um Führungen zu machen. Hinweise am Eingang der Kirche.
siehe auch : Kirche Maria-Magdalena

Das Schnabelwaider Schloß wird urkundlich erstmals 1410 erwähnt, als ,,Schloß und Vesten zu der Schnabelweide“. Man kann annehmen, daß es damals eine Art Wasserburg war. Seine Entstehung dürfte bis ins 14. Jahrhundert, wenn nicht sogar noch weiter, zurückdatiert werden.
Das Schloß liegt am östlichen Ortsrand im Talgrund.
Es besitzt eine persönliche Note, die es von allen Wasserschlössern des Pegnitzer Gebietes unterscheidet.
Dazu tragen der Wassergraben, der es zum großen Teil noch umgibt, und die völlig freie Lage mit einem weiten Wiesengelände als Hintergrund bei. Der
Wassergraben hat eine Breite von ca. 12 m. Er scheint nicht mit Steinmauern gefüttert gewesen zu sein. Die Zufahrt erfolgt von Westen über einen aufgeschütteten Damm, in dem noch die alte Brücke stecken soll.
Die Verteidigungskraft des Schlosses scheint in der Renaissancezeit nicht unbeträchtlich gewesen zu sein. Die Möglichkeiten auf den anderen drei Flügeln lassen sich heute nicht mehr feststellen. Eine vorgelagerte Zwingeranlage könnte vielleicht eine infanteristische Verteidigung erleichtert haben, wozu ja auch der breite Ringgraben beitrug. Außerdem hatte man nach allen vier Seiten freies Schußfeld, was auch heute noch zu erkennen ist.
siehe auch : Marktgemeinde Schnabelwaid